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Interstellar
Interstellar

Interstellar (2014)

Die Menschheit wurde auf der Erde geboren. Es war nie gedacht, dass sie hier stirbt.

4.2
2h 49minAbenteuer / Drama / Science Fiction2014

Details

  • DirectorChristopher Nolan
  • CountryUnited Kingdom, United States of America
  • Languageen
  • ReleaseNovember 5, 2014

Cast

  • Matthew McConaughey
    Matthew McConaughey
    Cooper
  • Anne Hathaway
    Anne Hathaway
    Brand
  • Michael Caine
    Michael Caine
    Professor Brand
  • Jessica Chastain
    Jessica Chastain
    Murph
  • Casey Affleck
    Casey Affleck
    Tom

Storyline

Was Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten seit Jahrzehnten prophezeien, ist eingetreten: Die Menschheit steht kurz davor, an einer globalen Nahrungsknappheit zugrunde zu gehen. Die einzige Hoffnung der Weltbevölkerung besteht in einem geheimen Projekt der US-Regierung, das von dem findigen Wissenschaftler Professor Brand geleitet wird. Der Plan sieht vor, eine Expedition in ein anderes Sternensystem zu starten, wo bewohnbare Planeten, Rohstoffe und vor allem Leben vermutet werden. Der Ingenieur und ehemalige NASA-Pilot Cooper und Brands Tochter Amelia führen die Besatzung an, die sich auf eine Reise ins Ungewisse begibt: Wurmlöcher sind so gut wie unerforscht und niemand kann mit Sicherheit sagen, was die Crew auf der anderen Seite erwartet. Ebenso ist unsicher, ob und wann Cooper und Brand wieder auf die Erde zurückkehren. Coopers Kinder, Tochter Murph und Sohn Tom, müssen mit Schwiegervater Donald zurückbleiben und auf seine Wiederkehr hoffen...

Trailer

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Reviews

Reviews(1)

TiiN
TiiN27 avr. 2026
5/5

**Interstellar** ist ein Film, den ich mir jedes Jahr anschauen muss bzw. mag und jedes Jahr fasziniert er mich aufs Neue. Nach einem zunehmenden Klimawandel in den letzten Jahren, einer Pandemie mit Maskenpflicht und diversen Existenzängsten durch verschiedene Krisen kommt einem die Ausgangssituation des Films heutzutage doch deutlich bekannter vor, als noch 2014. In Interstellar sagt Cooper zu seinem Stiefvater auf der Veranda, dass man sechs Milliarden Menschen auf der Erde hatte, welche alles haben wollten. Ein bisschen als eine Art Auslöser für die Bedingungen, welche sich auf der Erde zunehmend verändert haben und im Film insbesondere durch Mehltau dafür sorgen, dass nur noch geringe Ernten möglich sind und die Luft zunehmend schwerer zum Atmen wird. Weiterhin ziehen Sandstürme über die Welt her. In unserer Realität haben wir im Jahr 2026 acht Milliarden Menschen und wir befinden uns ebenfalls in einer Konsumgesellschaft. Jeder möchte nach Möglichkeit alles jederzeit haben. Zwar wird in absehbarer Zeit kein Mehltau in diesem Ausmaß über unsere Erde ziehen, aber unsere Welt macht es uns auf andere Art und Weise schwer zu überleben. In gewisser Weise ist Interstellar ein Blick in unsere Zukunft, jedoch muss unsere Lösung nicht heißen die Erde zu verlassen. Der Film gibt abseits dieser Weltraumodyssee zwei wichtige Möglichkeiten mit so einer Situation fertig zu werden. Die erste ist relativ einfach erklärt: Wir müssen lernen uns auf neue Lebensumstände anzupassen. Die zweite Sache wird mehrfach in Form eines Gedichts vorgetragen: "Geh nicht gelassen in die gute Nacht." Die Menschen können entwickeln, erfinden und Wissen schaffen. Diese Eigenschaften haben uns dort hingebracht wo wir jetzt sind. Statt alles zu konsumieren müssen wir uns genau auf diese Fertigkeiten besinnen. Dann werden wir diesen Planeten hoffentlich nicht wirklich irgendwann verlassen müssen. Sondern können uns auch gegen starke Probleme wehren und Lösungen entwickeln. Die Grundsituation von Interstellar wurde 2014 nicht genauer definiert, aber diese Freiheiten machen es heutzutage möglich, die Geschichte auf verschiedene Situationen zu übertragen. Dabei stellt der Film die richtigen Fragen und gibt zeitgleich auch die richtigen Antworten. Genial minimalistisch geschrieben aber leider auch erschreckend, dass der Film sich in den 2020ern ein Stück realer anfühlt als noch damals. Abseits der Raumfahrt sowie der engen Familiengeschichte geht es in Interstellar vor allem um Wissenschaft. Cooper erklärt seiner Tochter relativ am Anfang deutlich, was sich dahinter verbirgt. Murph vermutet einen Geist im Bücherregal und Cooper regt sie an, dass nicht als einen Geist abzustempeln, sondern das Problem zu verstehen, zu analysieren, zu entschlüsseln und vor allem das Wissen zu dokumentieren und nachvollziehbar für andere zu machen. Genau das ist Wissenschaft und dieser Satz (in Verbindung mit der Liebe zu ihrem Vater) ermächtigt Murph Jahre später den Code der Gravitation zu entschlüsseln. Die Lösung zur Rettung der Menschheit steckt nicht in einer Ein-Mann-Armee, in einem Superheld oder der gleichen sondern man findet sie in einem Bücherregal. Bei den Gravitationswellen handelt es sich übrigens um ein physikalisches Phänomen, was 2014 noch nicht nachgewiesen war, sondern nur in der Theorie vorkam. Tatsächlich konnte diese jedoch ein Jahr später messbar nachgewiesen werden und eine Gruppe von Wissenschaftlern erhielt dafür 2017 den Nobelpreis. U.a. Kip Throne, wissenschaftlicher Berater von Interstellar. Gravitationswellen schön und gut, aber dann gibt es da immer noch diesen Tesserakt welcher einen fünfdimensionalen Raum in einer dreidimensionalen Umgebung darstellt. Wesen haben diesen, sowie das Wurmloch für uns erstellt. Cooper kommt später zum Schluss, dass es keine Wesen waren, sondern die Menschen selbst. Das ist ein weiterer spannender Punkt, wo Interstellar ein bisschen das macht, was Stanley Kubrick bereits in 2001: Odyssee im Weltraum getan hat. In 2001 ging es primär um die menschliche Evolution bis hin zum Übermenschen, welcher wiedergeboren als Fötus auf die Erde zurückkehrt. Ähnliches macht Nolan mit seinem Science Fiction Werk. Er zeigt, dass unsere Evolution noch lange nicht abgeschlossen ist und wir eines Tages ebenfalls zu solchen Übermenschen aufsteigen werden, welche sich über eine fünfte Dimension bewegen können. Natürlich ist Interstellar optisch und akustisch eine Wucht. Hans Zimmer hat hier vermutlich seine stärkste Filmmusik überhaupt geschrieben. Na klar kann die Handlung um die Liebe etwas dick aufgetragen sein und manch einer verdreht vielleicht die Augen. Über den starken Cast mit McConaughey, Damon, Caine, Chastain, Chalamet, Affleck und Hathaway könnte man schreiben. Aber das sind alles nur Bausteine für ein beeindruckendes Gesamtwerk, welches nicht nur große Fragen stellt, sondern auch Antworten gibt ohne dabei alles vorzukauen. Interstellar ist über zehn Jahre nach seinem Erscheinen aktueller als jemals zu vor und seine Vielschichtigkeit kommt mehr und mehr zum Tragen. Wir haben es noch selbst in der Hand.

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